PV-Anlage Erddeponie Peterzell

Standort: 72275 Alpirsbach-Peterzell

Installierte Leistung: 690,83 kWp

In Betrieb seit 25. Juni 2013

Investiion: ca. 927.000 EUR

erwarteter Jahresertrag: 1.020 kWh / kWp (704.646 kWh)

Jahresertrag 2013: 390.930 kWh seit 25.06.2013 = 565,88 kWh / kWp
(Soll für diesen Zeitraum: 356.551 kWh = 516,12 kWh / kWp)

Im Spätsommer 2012 wurde uns die Erd-Deponie in Peterzell als Standort angeboten. Wir standen im Wettbewerb mit einem anderen Anbieter, der eine großflächige, nachführende PV-Anlage konzipierte. Wir dagegen planten eine feststehende Anlage, die beim Vergleich klare Vorteile hinsichtlich Leistung, Flächenverbrauch und Kosten je kWp aufzeigte, so dass sich der Besitzer der Deponie für unser Angebot entschieden hat. Kaum hatten wir die Nase vorne, gaben wir einem Planungsbüro auch schon den Auftrag einen Bebauungsplan und eine Teilflächennutzungsplanänderung professionell in Angriff zu nehmen, denn wir wussten in der Zwischenzeit schon Bescheid darüber, dass eine PV-Anlage auf einer Erd-Deponie nicht vergleichbar sein wird mit einer PV-Anlage auf einem Dach. Was vor uns lag, war ein Hürdenlauf durch den Vorschriftenwald der unterschiedlichsten Behörden und Trägern öffentlicher Interessen. Das Büro Gfrörer in Empfingen war uns von der Stadtverwaltung Alpirsbach empfohlen worden und so kam es dann auch. Die ein- und auszuhaltenden Termine und Fristen waren ein besonderer Faktor, dazu kam noch die Zeit um die Jahreswende, in der sich solche Fristen automatisch verlängern. Wir mussten uns auf einen Zeitraum von günstigstem Fall bis zu einem halben Jahr einstellen, dann durfte aber auch kein größerer Einspruch dabei sein. Zur Verstärkung und für den Bauantrag banden wir noch das Büro Planen + Vermessen unserer AR-Chefin mit ein. Kurzum, es lief alles sehr gut, alle zogen am gleichen Strang, das Rathaus, der Ortschaftsrat, der Gemeinderat, das Landratsamt und die sonstigen Träger öffentlicher Interessen, die Grundstücksnachbarn an der Deponie selbst, das Wetter und die Bank. Dafür herzlichen Dank. Alles passt zusammen. Im Laufe des Jahres 2012 kamen durch neue Mitglieder auch ein größerer Betrag an Eigenmitteln zusammen, so dass wir mit einem über 20% tigen Eigenkapitalanteil an der Finanzierung der Anlage rechnen konnten, was den Zinssatz für die Fremdfinanzierung durch KfW-Kredite sehr positiv beeinflusste. Nachdem die endgültige Freigabe am 19. April erteilt wurde, blieben gerade noch gut 10 Tage, um die Anlage komplett  aufzubauen.

Vorbereitung Erddeponie Peterzell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Hochdruck wurde trotz widriger Umstände und unter Mithilfe etlicher BES-Mitglieder die Anlage Stück für Stück errichtet.

Arbeit im Matsch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pünktlich zum 30.4.2013 war die Anlage betriebsbereit. In den darauf folgenden eineinhalb Monaten war die Fa. Solarstromer zusammen mit den Mitarbeitern der Fa. Elektrogesellschaft Maier noch damit beschäftigt, die AC-Verkabelung von den Wechselrichtern zur Trafostation zu verlegen. Im Laufe des 25. Juni ging die Anlage ans Netz.